Mordsspur

Mords Spur

Kurzkrimi „Tödliche Spuren im Schnee“

Die Spuren im Schnee führten bis zur Leiche meiner Schwester.
Ein Förster fand ihren leblosen Körper, nackt und kopfüber an einem Baum aufgeknöpft, in einem abgelegenen Waldstück nahe Erbach.
Die Nachricht erreichte uns einen Tag vor Heiligabend.
Der Abdruck eines weitverbreiteten Reifenprofils war das einzige, was der Mörder am Tatort als Spur im Schnee zurückgelassen hatte und die Polizei versicherte unserer Familie, sie werde alles in ihrer Macht stehende tun, um den Mörder meiner Schwester zu fassen.
Heute war der zweite Todestag meiner Schwester.
Der Mörder lief immer noch frei herum.
Die Reifenspuren des Täterfahrzeugs hatte damals der Förster mit seinem Jeep zerstört, als er panisch im Schockzustand Richtung Polizeidienststelle in Erbach fuhr. Die einzige Spur zum Mörder meiner Schwester schmolz noch im Frühling des folgenden Jahres mit dem ersten Tauwetter und nicht nur die Beweise sondern auch der Wille der Behörden, den Mörder zu fassen und den Fall aufzuklären, versickerten zusammen mit dem Tauwasser im Boden der behördlichen Belanglosigkeit.
Der Alltag kehrte wieder in den Odenwald ein.
Bis im darauffolgenden Jahr, einen Tag vor Heiligabend, eine weitere Frauenleiche nahe der Habermannskreuze im Waldstück zwischen Michelstadt und Eulbach tot aufgefunden wurde. Die Frau, nicht einmal 25 Jahre alt, war auf dem Weg zu ihren Verwandten in Erbach, um das Fest der Liebe im Kreise der Familie zu verbringen.
Sie kam niemals dort an…

…wie es weiter geht bei „Tödliche Spuren im Schnee“, erfahrt ihr in der Anthologie „Mords Spur“, die im Sieben-Verlag erschien ist und für 9,90 Euro zu erwerben ist: ISBN: 978-3-941547-69-8.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.